auszeit_60JahreDie Gattin des ersten Bundespräsidenten, Elly Heuss-Knapp, gründet das Müttergenesungswerk (MGW) im Jahr 1950. Fünf Jahre später beginnt auch die Arbeiterwohlfahrt in Dortmund damit, dafür zu sorgen, dass Mütter „Erholungsfürsorge“ in Anspruch nehmen können. Zuvor stand das „unterernährte, erholungsbedürftige Kind im Vordergrund der Hilfe“; nun „musste ebenfalls den erschöpften und überbeanspruchten Müttern geholfen werden.“ Dieser erste Hinweis findet sich in Dokumentationen aus dem Jahre 1955. Seit diesem Zeitpunkt wird der Arbeitsbereich der Müttergenesung in allen Geschäftsberichten des AWO Unterbezirks Dortmund erwähnt.

Aus den einzelnen Berichten erkennt man, dass in den 50er und 60er Jahren von Jahr zu Jahr mehr Kuren durchgeführt wurden. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Kurmütter in den 1970er und 1980er Jahren auf eine verschwindend geringe Zahl sank (z. B. 15 Mütter im Jahre 1973), um ab Anfang der 1990er Jahre bis heute stetig anzusteigen.

Die Kurberatungsstelle bei der AWO in Dortmund ist mit dem erhöhten Bedarf und den vermehrten Anforderungen gleichermaßen gewachsen. Heute sind hier drei qualifizierte Mitarbeiterinnen mit insgesamt ca. 60 Wochenstunden tätig. Zahlreiche Mütter und Väter suchen die Beratung in den Geschäftsräumen im StadtZentrum der AWO Dortmund persönlich auf. Da die Beratungsstelle überregional tätig ist, finden viele Kontakte aber auch per Telefon und E-Mail statt. Diese Internetseite stellt Ihnen die Beratung und ihr Angebot ausführlich vor.

Das System Mutter-Kind / Vater-Kind nimmt in unserer Gesellschaft eine ganz besondere Stellung ein. An der Stärkung dieses Systems wird die Kurberatungsstelle auch in Zukunft engagiert in ihrem speziellen Aufgabengebiet weiter arbeiten.